Metallverschmolzene Schaugläser
METAGLAS Schauglas - Sicherheit, konstruktive Lösungen und Einbauerleichterungen mit metallverschmolzenen Schaugläsern
Produktbeschreibung
Metallverschmolzene Schaugläser METAGLAS bestehen aus einer Sichtscheibe, die in einen Metallring eingeschmolzen ist. Die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Glas und Metall bewirken einen homogenen Druckspannungszustand im gesamten Glaskörper. Dadurch verhält sich das Schauglas als Verbund wie ein zäher Werkstoff nach dem Grundsatz „Leck vor Bruch“.

Vorteile
- Sicherheit - herkömmliche, thermisch vorgespannte Schaugläser versagen bei Einleitung eines Risses schlagartig, während ein metallverschmolzenes Schauglas im Schadensfall Oberflächenrisse zeigt, ein Totalversagen aber nicht eintritt. Schäden können rechtzeitig erkannt und die Gläser bei Produktionsstillstand ausgewechselt werden.
- Kostensenkung durch konstruktive Lösungen, mühelosen Einbau, hohe Lebensdauer, höchste Betriebssicherheit.
- Wandbündige, totraumfreie Ausführungen lösen Reinigungs- und Ablagerungsprobleme.
- CIP- und SIP-fähig (Bedienungsanleitung beachten)
Anwendungen
- Zum Einbau in eine Schauglasarmatur oder Durchflußschaugläser mit Dichtung im Krafthauptschluß, auf Blockflansche, an Vorschweißflanschen und Stutzen anstelle einer Schauglasarmatur nach DIN 28121, an Flanschen nach ANSI, in steriltechnischen Bereichen zur Lösung von Ablagerungsproblemen, in Behältern, Tanks und Inline Gehäuseteilen.
- Im Bergbau z.B. (EEx)-Schutzleuchten und Einrichtungen, Scheinwerfergläser,
- In Hochspannungsanlagen, Kernkraftwerken, Kältemittelindustrie, Hochdruckanlagen.
"Metallverschmolzene, mechanisch vorgespannte Schaugläser sollten besonders bei gefährlichen Medien den thermisch vorgespannten Schaugläsern aus Borosilikatglas oder Natron-Kalk-Glas vorgezogen werden." (IGR 70-0099).
Normen und Zulassungen
- DIN 7079
- TÜV-Bauteilzulassung als Druckbehälterteil nach Druckbehälterverordnung
- Factory Mutual Approval
- Werknormen
- ASME BPE-2002
- EEx
Technische Daten
- Herstellung und Prüfung nach: ·
- Richtlinie für Druckgeräte 97/23/EG 02/98, Modul H/H1 (DIN/EN/ISO 9001)
- AD Merkblätter W0/TRD 100 und DIN 7079 ·
- Werkstoffe nach VdTÜV-Blättern und den dafür vorgesehenen DIN/EN Normen
- Werkstoffe: C22.8, 1.0570, 1.4462, 1.4523, 2.4602, 2.4605, 2.4610, 2.4819, 2.4816 u.a.
- Glasqualität: Borosilikatglas nach DIN 7079 / DIN 7080 oder Natron-Kalk-Glas nach DIN 8901
- Betriebstemperaturen: (-60°C) -30°C bis +280°C (+300°C) abhängig von den Werkstoffen
- Druck: 64 bar (TÜV-Bauteilprüfung für Druckbehälter) oder bis 1000 bar, abhängig von Werkstoffen und Konstruktion
- Nennweiten: 15 bis 200
METAGLAS® im Vergleich zu thermisch vorgespannten Schaugläsern
Schauglas | Thermisch vorgespannte Schaugläser | Metallverschmolzene Schaugläser |
Oberflächenschäden | Oberflächenschäden (Kratzer, Absplitterungen) können zum schlagartigen Bruch der Schaugläser führen | Kratzer und andere Schäden an der Oberfläche haben keinen Einfluss auf die Festigkeit der Schaugläser |
Restspannung | Jeder Einsatz unter Betriebsbedingungen kann zusätzliche, bleibende Spannungen in das Glas einbringen. Ein Wiederverwenden nach Ausbau kann zum Bruch führen. | Metallverschmolzene Schaugläser können mehrmals eingesetzt werden. |
Druckfestigkeit | Geringere Druckfestigkeit | Höhere Druckfestigkeit (bei gleichen Abmessungen) |
Schlagfestigkeit | Bei Beanspruchung durch Schlag bricht das Glas. | Hohe Schlagfestigkeit. Auch bei teilweiser Zerstörung der Glasoberfläche bleibt das Schauglas dicht und zeigt keine Leckage. |
Auflageflächen | Die unebenen Auflageflächen können bei thermisch vorgespannten Schaugläsern zum Bruch führen. | Die unebenen Auflageflächen führen bei metallverschmolzenen Schaugläsern nicht zum Bruch. Es treten höchstens Oberflächenschäden auf. |
Falsche Montage | Falsche Montage, z.B. zu festes Anziehen der Schrauben oder Schauglasfassungen, führen zum Bruch des Schauglases. | Falsche Montage führt zu Beschädigung der Glasoberfläche aber nicht zum Bruch des Glases. |
Chemische Korrosion | Korrosion der Glasoberfläche führt zu schlagartigem Bruch des Schauglases. | Korrosion der Glasoberfläche mindert die Druckfestigkeit, führt aber nicht zum Bruch. |
Reinigung | Wegen Verletzung der Glasoberfläche, bzw. Restspannungen im Glas muß das Schauglas ausgetauscht werden. | Metaglas kann auf unbestimmte Zeit weiter im Einsatz bleiben. |
"Thermisch vorgespannte Schauglasplatten versagen bei Einleitung eines Risses schlagartig, während metallverschmolzene Schaugläser im Schadensfall Rissbildung zeigen, ein Totalversagen aber nicht eintritt. Schäden können so rechtzeitig erkannt und die Schaugläser außer Betrieb genommen werden.
Metallverschmolzene Schaugläser sollen daher besonders bei gefährlichen Medien den Schauglasplatten nach DIN 7080 vorgezogen werden."
Hoechst Werknorm 70-0099







